Es gibt mehrere Varianten die den Ursprung des Kufenstechens im Unteren Gailtal beschreiben:
Im letzen Viertel des 15. Jahrhunderts war es den Männern des Tales gelungen den Anführer einer Horde Türken, die mordend das Gailtal durchstreiften, gefangen zu nehmen. Dieser wurde an einem Pfahl gebunden und in Folge von den vorbei reitenden Bauern mit einer Keule erschlagen worden. Eine andere Erzählung beschreibt, dass es einem Bauern gelungen sei, den Kommandanten einer türkischen Truppe im Kampf zu töten, was zum Rückzug der Türken aus dem Gebiet geführt habe. Als der Bauer heimkehrte demonstrierte er die Tat anhand einer Tonne, die auf einem Pfahl war. Zu Erinnerung wird dieses seitdem veranstaltet.
Vielmehr ist der Ursprung eine Kopie ritterlicher Spielen. Die römische Quintana (soldatische Übungen) wurde auf einem mannshohen Holzpflock ausgeführt. Das höfische Turnier des Mittelalters kennt diesen Wettstreit in modifizierter Form als Quintaine. Aber auch Fruchtbarkeitsriten, wie die Einführung des jungen Mannes in die Welt der Erwachsenen und/oder der Wunsch seinen Mut im Umgang mit Pferden beweisen zu können, waren maßgeblich für das Kufenstechen. (Quelle: Gailtaler Kufenstechen, Kodex der Burschenschaften)
Zu sehen ist dies bei den Kirchtagen zwischen Mai und September im Unteren Gailtal.